Über uns
Seit 1. Jänner 2006 kooperieren das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder und das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern mit einer Labor-Spitalspartnerschaft - B&S Zentrallabor. Somit ist dieses Zentrallabor das größte Krankenhauslaboratorium in Oberösterreich.
Das gemeinsame
Werteverständnis für das B&S Zentrallabor ist eine Symbiose beider
Ordenswerte auf der Basis des christlichen Glaubens. Professionalität im
Tun, Toleranz und Freude im Miteinander, Vorreiter in Forschung und
Innovation und die Rolle des Entwicklers an sich beschreiben das formulierte
Selbstverständnis.
Einzigartige Vollversorgung in der Labordiagnostik in Oberösterreich
Zweck der Kooperation ist es,
Kompetenzen zu bündeln, hoch qualitative Laborleistungen für beide
Krankenhäuser (für Ärzte und für Patienten) in der Versorgung zu bieten und
wissenschaftliche medizinische Leistungen zu fördern. Die dadurch
entstehenden Synergien auf fachlicher und technischer Seite ergeben eine
Vollversorgung in der Labormedizin, welche in Oberösterreich ein völlig
neues Konzept darstellt.
Durch die Fusionierung der Institute für Laboratoriumsmedizin
des Konventhospitals der Barmherzigen Brüder und jenes der Barmherzigen
Schwestern Linz entstand dieses Zentrallaboratorium. Das B&S
Zentrallabor wurde aus der Struktur der Krankenhäuser ausgegliedert und als
ein selbstständiges, gemeinnütziges Unternehmen, das im Eigentum der Träger
beider Krankenhäuser steht, aufgebaut. Nach dem Krankenanstaltengesetz (KAG)
stellt die Seilerstätten Labor GmbH (B&S Zentrallabor) jetzt eine
Krankenanstalt in der Rechtsform eines selbstständigen Ambulatoriums für
Laboratoriumsdiagnostik dar.
Als Vollversorger zweier Akut-Krankenhäuser in Linz mit insgesamt 1.100
Betten können - bis auf wenige Ausnahmen - alle im Krankenhaus angeforderten
Laboranalysen vor Ort durchgeführt werden. Auch die Versorgung mit
sämtlichen Hämoderivaten wird durch das neue Zentrallaboratorium garantiert.
Durch das hoch qualifizierte Team mit drei Fachärzten, einem Facharzt in
Ausbildung, einem Chemiker und rund 35 biomedizinischen Analytikerinnen und
Analytiker ist man in der Lage ein sehr breites Spektrum für die
klinischen Abteilungen abzudecken.
Labordiagnostik rund um die Uhr
Das Labor
bietet mit seiner hochwertigen labormedizinischen Versorgung eine
Kombination von schneller und sicherer Unterstützung für Diagnose und eine
kompetente Beratung für die klinisch tätigen Ärzte.
Sieben Tage pro Woche, 24 Stunden am Tag, sind die Labor-Mediziner und die
biomedizinischen Analytikerinnen und Analytiker für die Patienten
und Ärzte im Einsatz. Es ist uns im neuen Kooperationslabor durch
Konsolidierung der klinischen Chemie und der Immunchemie gelungen, mehrere
Analyzer einzusparen. Es ist nun möglich auf einem einzigen großen modularen
Gerät etwa 60 % der angeforderten Laborroutine abzudecken. Da dadurch das
Aufteilen der einlangenden Proben auf mehrere verschiedene Arbeitsplätze
entfällt, können wir Zeit wie auch Kosten
einsparen.
Optimierte Prozessabläufe
Mit der Umstellung auf ein modernes, zeitgemäßes
Laborinformationssystem (LIS) konnte auch die Kommunikation mit den
Krankenhausinformationssystemen (KIS) verbessert. Es ist nun beiden
Spitälern möglich, direkt über Bildschirm und KIS auf den Stationen oder
Ambulanzen die Laboruntersuchungen elektronisch anzufordern. Auch die
Probenröhrchen werden schon auf den Stationen primär etikettiert und können
so im Zentrallaboratorium sofort in den Arbeitsprozess übernommen werden.
Dies wiederum spart Zeit und minimiert überdies die Verwechslungsgefahr. Die
sogenannte Turn-around time - die Zeit vom Anfordern der Probe bis zum
Ergebnis auf dem Befund - wird durch alle diese Maßnahmen entsprechend
verringert.
Das hat viele Vorteile, sowohl für die Ärzte als auch die Patienten. Da die
meisten Laborbefunde bereits am späten Vormittag zur Visite vorliegen,
können die Ärzte therapeutische Maßnahmen schneller einleiten, bzw. weitere
diagnostische Schritte setzen. Die Patienten profitieren ihrerseits von
einer schnellen Diagnose und damit von einer rasch eingeleiteten
spezifischen Therapie.
Die dadurch frei werdenden Kapazitäten ermöglichen außerdem Implementierung
und gezielten Ausbau neuer Technologien. Damit können das Methoden-Spektrum
und die diagnostischen Möglichkeiten kontinuierlich erweitert werden.
Beispiele dafür wären die Erweiterung der High pressure liquid
chromatographie (HPLC), der Durchflusszytometrie sowie der
Gentechnologie.
Qualität und Kosteneinsparung: kein Widerspruch
Die Seilerstätten Labor GmbH
ist nicht Gewinn orientiert, der Erfolg hängt vom wirtschaftlichen Erfolg
der beiden Ordenskrankenhäuser ab. Ein maßgebliches Ziel, das auch von den
Entscheidungsträgern der Gesundheitspolitik Oberösterreichs - als
Initiatoren dieses Projektes - vorgegeben wurde, ist die Reduktion der
Kosten im Laborbereich ohne Abstriche in der Qualität zu machen. Dieses
Ziel, das kann man jetzt durchaus schon prognostizieren, werden wir mit
diesem neuen Kooperationslaboratorium erreichen.
Eine weitere Hilfe auf diesem Wege sind die übergeordneten Ordensstrukturen
der Barmherzigen Brüder und der Barmherzigen Schwestern. Beide
Krankenhausorden sind österreichweit Träger mehrerer Krankenanstalten.
Das neue Kooperationslabor kann daher den zentralen Einkauf, die zentralen
IT-Abteilungen und die zentralen Finanzkontrollen nützen. All diese
Möglichkeiten optimieren die Kosten und bieten eine umfassende
Lösungskompetenz für alle Teilbereiche dieses neuen Projektes.
Aus diesen Gründen ist die Seilerstätten Labor GmbH für die beiden
Krankenhäuser in Linz bereits jetzt ein Vorzeigemodell für den
funktionierenden Kooperationsgedanken geworden.

