B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
Seilerstätte 4, 4010 Linz
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LAKTAT/PLASMA

Laborinterne Kurzbezeichnung:
LAKTAT

Laborinterne Funktionsgruppe:
Niere/Elektrolyte

Notfallparameter:
Ja (Anforderung täglich 24h möglich).

Allgemein:
Laktat ist Stoffwechselendprodukt der anaeroben Glykolyse. Es entsteht hauptsächlich in der Muskulatur, daneben in Erythrozyten, Gehirn und NNM. Der Herzmuskelkann bis zu 60% seines Energiebedarfes aus Laktat decken. Die Leber und in geringem Ausmaß die Niere verwerten Laktat für die Glukoneogenese. Bei Sauerstoffmangel deckt auch die Leber ihren Eigenbedarf durch die anaerobe Glykolyse. Sowohl die vermehrte Bildung von Laktat als auch die fehlende hepatische Verstoffwechselung bewirken einen starken Laktatanstieg im Blut. Die Laktatausscheidung über die Niere ist gering.

Indikation:
Erkennen von Gewebshypoxien, Prognose und Verlaufskontrolle bei Kreislaufschock, Ursachenabklärung bei metabolischen Azidosen, Erkennen kindlicher Notsituationen bei der Geburt.

Messparameter:
Laktat-Konzentration im Plasma.

Untersuchungsmaterial:
1 Heparinröhrchen (grün), keine besondere Behandlung.

Durchführung:
Patient nicht nüchtern, Abnahme möglichst ungestaut. Anforderung über EDV.

Labor:
B&S - Zentrallabor

Bestimmungsmethode:
Enzymatisch, kalorimetrische Methode mit Laktatoxidase und 4-Aminoantipyrin.

Referenzbereich:
0,5-2,2 mmol/l

Bewertung:
Hyperlaktatämie ohne Azidose bei körperlicher Aktivität, Kohlenhydratinfusionen, hohen Insulingaben, kompensatorisch bei Hyperventilation und postoperativ. Hyperlaktatämie mit Azidose bei Herz- Kreislauf-Versagen, Schock, Herzinsuffizienz,bei Biguanidbehandlung eines Diabetes mellitus und bei angeborenen Stoffwechselstörungen (Fruktoseintoleranz, Pyruvat-Decarboxylase-Mangel bzw. Fruktose-1,6-diphosphatase-Mangel). Die venöse Blutabnahme sollte aus ungestauter Vene erfolgen, da Stauung zu falsch hohen Werten führt.