B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
Seilerstätte 4, 4010 Linz
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FOLSäURE

Laborinterne Kurzbezeichnung:
FOLAT

Laborinterne Funktionsgruppe:
Vitamine/Spurenelemente

Notfallparameter:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).

Allgemein:
Vitamin. Folsäure ist in pflanzlichen und tierischen Geweben weit verbreitet und wird auch von Bakterien (Darmflora!) synthetisiert. Die Resorption erfolgt im Duodenum und Jejunum. Folsäure ist der Grundstoff für das Koenzym Tetrahydrofolsäure (THF) und katalysiert, wie Vitamin B12, Reaktionen im Protein- und Nukleinsäure-Stoffwechsel. Die Folsäure-Aufnahme in die Erythrozyten wird durch Vitamin B12 gesteuert. Häufige Ursache für Folsäuremangelerscheinungen ist, neben Malabsorption, eine Langzeittherapie mit Antiepileptika oder Folsäure-Antagonisten (Zytostatika, Antibiotika). Bei Anämie durch Folsäure und/oder Vitamin B12 an Überlagerung durch gleichzeitigen Eisenmangel denken. Der Folsäure-Metabolismus stehtmit dem Homocysteinstoffwechsel in Verbindung, daher dürfte auch eine gewisse Assoziation mit atherosklerotischen Erkrankungen gegeben sein.

Indikation:
Megaloblastäre Anämie, Langzeittherapie mit Antiepileptika oder Folsäure-Antagonisten, klinischer V.a. Folsäuremangel (Mehrlingsschwangerschaften, Langzeithämodialyse, unterernährte Alhoholiker, Psoriasis, Dermatitis, Glossitis), Atherosklerose.

Messparameter:
Folsäure-Konzentration im Plasma.

Untersuchungsmaterial:
1 Heparinröhrchen (grün), keine besondere Behandlung.

Durchführung:
Patient nüchtern, wegen der Interaktion zwischen Folsäure und Vitamin B12, immer beide gemeinsam bestimmen, Anforderung über EDV.

Labor:
B&S - Zentrallabor

Bestimmungsmethode:
Ion-capture-Analytbindungstechnik.

Referenzbereich:
3,8-16,0 ng/ml.

Bewertung:
Normalerweise ist Folsäure überwiegend in den Erythrozyten lokalisiert, ca. 5% finden sich im Serum. Da die Erythrozyten-Folsäure weniger abhängig von kurzfristigen Nahrungseinflüssen ist als die Serum-Folsäure, erlaubt die Bestimmung der Erythrozyten-Folsäure eine bessere Beurteilung des Schweregrades eines Folsäuremangels.Erniedrigte Folsäure-Werte bei vermindertem Angebot (einseitige Ernährung, Therapie mit Folsäureantagonisten), gestörter Resorption (chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Dünndarm-Resektion, Sprue, Zöliakie, Antiepileptika, Salazasulfapyridin), vermehrtem Bedarf oder Verlust (Schwangerschaft, Wachstumsperiode, chronisch hämolytische Anämie, chronische Blutungsanämie, Leukämien, Psoriasis).