B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
Seilerstätte 4, 4010 Linz
Tel +43 732 7677 – 3600
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PSA GESAMT/FREI

Laborinterne Kurzbezeichnung:
PSA+FPSA+PSARA

Laborinterne Funktionsgruppe:
Tumormarker

Notfallparameter:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).

Allgemein:
PSA ist ein prostataspezifisches sekretorisches Glykoprotein, welches aus den Epithelzellen der Prostata stammt. PSA ist organspezifisch, aber nicht tumorspezifisch. Daher ist PSA im Gegensatz zu anderen Tumormarkern auch zur Tumorlokalisation verwendbar. PSA ist ein guter Hilfsparameter für das Screening auf Prostatakarzinom in Kombination mit der digitalen rektalen Untersuchung und eventuell transrektalem Ultraschall von asymptomatischen Männern > 50 Jahren. Weiterhin ist er geeignet für das Staging, die Therapie- und Verlaufskontrolle bei Patienten mit primärem oder metastasierendem Prostatakarzinom. Die Abgrenzung eines Prostatakarzinoms in frühen Stadien gegen eine benigne Prostatahyperplasie ist mit ausschließlicher Bestimmung des Gesamt-PSA problematisch. Die Diskriminierung zwischen benignen und malignen Prostataerkrankungen wird nach neueren Studien deutlich verbessert durch die zusätzliche Bestimmung des freien PSA bei Gesamt-PSA-Ergebnissen zwischen 2 und 10 ng/ml. Mit Hilfe des Quotienten aus freies PSA /Gesamt-PSA kann der prozentuale Anteil des freien PSA ermittelt werden, der bei Patienten mit benigner Prostatahyperplasie höher liegt als bei Patienten mit Prostata-Karzinom.

Indikation:
Screening von asymptomatischen Männern > 50 Jahre auf Prostatakarzinom, Ergänzend zum Staging vor Therapie eines Prostatakarzinoms, Therapie- und Verlaufskntrolle. Diskriminierung der benignen Prostatahyperplasie vom Karzinom bei Werten des PSA-gesamt von 2.0 - 10 ng/ml.

Messparameter:
PSA-Konzentration (gesamt) im Plasma. PSA-Konzentration (freies) sowie die Ratio freies PSA/Gesamt-PSA im Plasma.

Untersuchungsmaterial:
1 Heparinröhrchen (grün), keine besondere Behandlung.

Durchführung:
Patient nicht nüchtern, falsch hohe Werte durch Palpation der Prostata. Blutabnahme für PSA vor körperlicher Untersuchung. Anforderung über EDV. Anforderung des freien PSA über EDV nicht möglich, da das freie PSA und die Ratio vom Labor bei Gesamt-PSA Werten > 2.0 ng/ml selbständig nachgefordert und bestimmt wird.

Labor:
B&S - Zentrallabor

Bestimmungsmethode:
Chemilumineszenz.

Referenzbereich:
Gesamt-PSA: Männer < 50 Jahre 0-2.5 ng/ml, Männer < 60 Jahre 0-3.5 ng/ml, Männer < 70 Jahre 0-4.5 ng/ml, Männer > 70 Jahre 0-6.5 ng/ml. Für die Konzentration des freien-PSA wird kein Referenzbereich angegeben, die Ratio sollte über 17% liegen.

Bewertung:
Benigne Erkrankungen: Erhöhte Werte bei Prostatitis, Prostatainfarkt, benigne Prostatahyperplasie. Maligne Erkrankungen: Erhöhte Werte bei Prostatakarzinom. Sind PSA und digitale rektale Untersuchung pathologisch, so liegt der positive prädiktive Wert bei 50% und somit deutlich höher als bei alleinigem PSA- oder digitalem rektalem Untersuchungs-Befund. Zur Erhöhung der Screening Effizienz wird unter anderem das freie PSA bzw. der Quotient Freies/Gesamt PSA herangezogen (siehe freies PSA). Neben der Bestimmung der PSA-Dichte als Quotient aus PSA-gesamt-Konzentration und Prostatavolumen (Ultraschall), der Bestimmung der PSA-gesamt-Zunahme als Rate der PSA- Änderung über die Zeit und unterschiedlicher altersspezifischer PSA-gesamt-Referenzwerte steht heute die Bestimmung des freien PSA und des Quotienten Freies/Gesamt-PSA als wichtigster Parameter in Verwendung. Die Bestimmung des freien PSA wird in einem Bereich von 3-10 ng/ml Gesamt-PSA empfohlen. Kommt es in diesem Bereich zu einer Verringerung des Quotienten Freies/Gesamt-PSA auf < 17%,dann ist die Diagnose einer malignen Erkrankung wahrscheinlich - dies sollte zueiner weiteren Abklärung veranlassen. Ein Wert von > 17% hat eine 60%ige Sensitivität und eine 90%ige Spezifität für die benigne Prostatahyperplasie, ein Wert von < 17% hat für das Prostata-Karzinom ebenfalls eine 60%ige Sensitivität und eine 90%ige Spezifität.