B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
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HEPARIN/PF4 ANTIKöRPER (HIT)

Laborinterne Kurzbezeichnung:
HPIA

Laborinterne Funktionsgruppe:
Gerinnung

Notfallparameter:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).

Allgemein:
Die Heparin-induzierte Thrombozytopenie ist eine seltene und potentiell schwerwiegende Nebenwirkung einer Heparintherapie. Sie tritt bei etwa 1-5% der Patienten auf, die Heparin erhalten. Zwei unterschiedliche Formen der HIT wurden beschrieben: HIT Typ I und HIT Typ II. Die HIT Typ I ist die Folge direkter proaggregatorischer Effekte von Heparin auf die Thrombozyten. Die Thrombozytopenie ist geringfügig und tritt während der ersten Tage der Heparintherapie auf. Die Thrombozyten fallen nicht auf Werte unter 100 G/l ab und normalisieren sich bei Fortsetzung der Heparintherapie ohne Auftreten einer Thromboembolie. Im Gegensatz dazu kommt es bei der HIT Typ II zu einer starken Thrombozytopenie mit verzögertem Beginn, die 4-14 Tage nach Anwendung von Heparin einsetzt. Die Thrombozytenzahlen fallen unter 100 G/l bzw. um >50% im Vergleich zum Ausgangswert ab, und die Thrombozytopenie bildet sich nur zurück, wenn Heparin abgesetzt wird. Trotz der schweren Thrombozytopenie und Antikoagulation mit Heparin kommt es selten zu Blutungskomplikationen. Jedoch besteht ein deutlich erhöhtes Risiko für venöse und/oder thrombembolischen Komplikationen.

Indikation:
V.a. HIT Typ II

Messparameter:
Nachweis von Antikörpern gegen Heparin/PF4.

Untersuchungsmaterial:
1 Citratröhrchen (blau), keine besondere Behandlung.

Durchführung:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.

Labor:
B&S - Zentrallabor

Bestimmungsmethode:
Latex-Immunoassay.

Referenzbereich:
Negativ.

Bewertung:
Es erfolgt eine semiquantitative Bestimmung von Gesamt-Immunglobulinen im Citratplasma, die mit Plättchenfaktor 4 (PF4), welcher mit Heparin komplexiert ist, reagieren. Heparin assoziierte Antikörper werden üblicherweise in Patienten mit Heparin induzierter Thrombozytopenie (HIT) gefunden. Der verwendete immunturbidimetrische Test zeichnet sich durch einen hohen negativ prädikativen Wert (NPV) von 99,7% sowie einen im Vergleich zum ELISA erhöhten positiv prädiktiven Wert (PPV) von 55,6% aus. Bei positivem Ergebnis wird zur Bestätigung der Zymutest HIA IgG ELISA durchgeführt.