B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
Seilerstätte 4, 4010 Linz
Tel +43 732 7677 – 3600
Fax +43 732 7677 – 3799
E-Mail 

Suche

Suche
Home
Über uns
Unser Team
Laborrundgang
Aufgaben
Labordiagnostik
Ambulanz
Analysen Spektrum
Informationen
Forschung
Publikationen
Qualitätsmanagement
Lab_Group
Links
Kontakt
Impressum

Analysen Spektrum


CHLORID/PLASMA

Laborinterne Kurzbezeichnung:
CL

Laborinterne Funktionsgruppe:
Niere/Elektrolyte

Notfallparameter:
Ja (Anforderung täglich 24h möglich).

Allgemein:
Chlorid liegt zu 88% extrazellulär und zu 12 % intrazellulär vor. Die extrazelluläre Chloridkonzentration ist etwa 10-fach höher als die intrazelluläre. Chlorid ist das wichtigste Anion des Natriums und mitverantwortlich für das EZV und die Osmolalität im Plasma. Daher verhält sich die Chlorid-Konzentration häufig parallel der des Natriums.Bei allen Formen der metabolischen Alkalose mit Anstieg des Bikarbonats erfolgt ein korrespondierender Abfall des Chlorids wobei 2 Formen unterschieden werden: die Chlorid sensible Form (Erbrechen, Diuretika) kann durch Chloridgabe korrigiert werden, die Chlorid resistente Form (z.B. Hyperaldosteronismus) ist nicht durch Chloridgabe korrigierbar.Metabolische Azidosen (z.B.renal tubuläre Formen) gehen im Gegensatz dazu mit einer Erhöhung des Chlorids im Serum einher.

Indikation:
Störungen des Säure-Basen-Haushaltes, Berechnung der Anionenlücke, Störungen des Elektrolythaushaltes (insbesondere der Natrium- und Wasserbilanz).

Messparameter:
Cl-Konzentration im Plasma.

Untersuchungsmaterial:
1 Heparinröhrchen (grün), keine besondere Behandlung.

Durchführung:
Patient nicht nüchtern, Anforderung über EDV.

Labor:
B&S - Zentrallabor

Bestimmungsmethode:
Photometrisch mit Ionen-selektiver Elektrode.

Referenzbereich:
95-115 mmol/l

Bewertung:
Veränderungen der Natrium- und Chloridkonzentration verhalten sich wie erwähnt häufig gleichsinnig.Erkrankungen, die mit einer Verminderung des Chlorids im Serum einhergehen: intestinaler HCl- Verlust durch Erbrechen oder Magensaftdrainage (hypochlorämische hypokaliämische metabolische Alkalose), Diuretika-Medikation(Verminderung der tubulären NaCl-Resorption), Hyperaldosteronismus, Cushing-Syndrom oder ACTH-bildende Tumore (Chlorid ist hier nur niedrig, wenn eine metabolische Alkalose besteht).Erkrankungen, die mit einer Erhöhung des Chlorids im Serum einhergehen: renal tubuläre Azidosen (hyperchlorämische metabolische Azidose bei progressiver Niereninsuffizienz und Diabetes mellitus). Die Berechnung der Anionenlücke ist ein wichtiges Hilfsmittel zur weiteren Differenzierung metabolischer Azidosen (siehe Lehrbücher).