B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
Seilerstätte 4, 4010 Linz
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VIP

Laborinterne Kurzbezeichnung:
VIP

Laborinterne Funktionsgruppe:
Tumormarker

Notfallparameter:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).

Allgemein:
Vasoaktives intestinales Polypeptid (VIP) kommt in Nervenzellen und Nervenfasern des Gastrointestinaltraktes, des Zentralnervensystems, des oberen Respirationstraktes und des Urogenitaltraktes vor. Seine biologische Wirkung besteht in einer Vasodilatation, einer Stimulation der intestinalen Sekretion und der Pankreassekretion sowie einer Hemmung der Salzsäureproduktion des Magens. Erhöhte Werte bei VIPom: profuse, wässrige Durchfälle und Hypokaliämie. Lokalisation in der Regel im Pankreas, seltener VIPom-Anteile in Neuroblastomen und Phäochromozytomen.

Indikation:
V.a. VIPom (Verner-Morrison-Syndrom), persistierende profuse wäßrige Durchfälle, schwere Hypokaliämie bei Diarrhoe.

Messparameter:
VIP-Konzentration im Plasma.

Untersuchungsmaterial:
1 Spezialröhrchen vom Labor Philadelphy (im Labor erhältlich), wird gefroren versendet.

Durchführung:
Patient nüchtern, Blutabnahme morgens (cave: Beeinflussung des Plasma-VIP durch Somatostatin und Octreoid). Anforderung über EDV und mittels Begleitschreiben.

Labor:
Fremdlabor

Bestimmungsmethode:
Enzymimmunoassay.

Referenzbereich:
< 100 ng/l.

Bewertung:
Die Bestimmung des VIP hat entscheidende Bedeutung erlangt in der Diagnostik des Verner-Morrison- Syndroms, auch WDHA-Syndrom, pankreatische Cholera, VIPom genannt. Das klinische Bild des Verner-Morrison-Syndroms ist durch wässrige Diarrhoen, Hypokaliämien und in ca. 50% der Fälle durch eine Achlor- bzw. Hypochlorhydrie gekennzeichnet. Weitere klinische Zeichen sind allgemeine Schwäche, Exsikkose, krampfartige Bauchschmerzen, und eine Flush-ähnliche Symptomatik. Erhöhte VIP-Werte sind der entscheidende Tumor-Marker, der außer in der Diagnostik auch für die Verlaufsbeurteilung unter Chemotherapie von Bedeutung ist.