Analysen Spektrum
HGH (OGTT-SUPPRESSIONSTEST)
Laborinterne Kurzbezeichnung:
HGHSUP (HGH0+HGH15+HGH30+HGH45+HGH60+HGH75+HGH90)
Laborinterne Funktionsgruppe:
Funktionstests
Notfallparameter:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).
Allgemein:
Suppressionstest. Die Akromegalie ist eine seltene endokrine Erkrankung, die auf einer vermehrten Sekretion von HGH beruht, meist bedingt durch ein Makroadenomder Adenohypophyse. Gewöhnlich beginnt die Tumorentwicklung schon 10-20 Jahre vor der klinischen Präsentation. Klinisch auffällig ist das akrale Wachstum, das aber aufgrund seiner langsamen Progression lange Zeit unentdeckt bleiben kann. Bei V.a. Akromegalie ist die basale HGH-Konzentration erhöht, die Vermutungsdiagnose muß aber durch den OGGT bestätigt werden. Nach Glukoseaufnahme fällt HGH beiNormalpersonen oft auf nicht mehr bestimmbare Werte, meistens unter 1 %0xb5g/l, innerhalb der ersten 60 Minuten des Anstiegs der Blutglukose. Mit dem Abfall des Blutzuckers steigt HGH dann wieder an. Diese vollständige Supression der HGH-Konzentration fehlt bei Akromegalen.
Indikation:
V.a. HGH-Überproduktion Akromegalie
Messparameter:
Serum-HGH basal sowie nach Glukose-Belastung.
Untersuchungsmaterial:
7x1 Serumröhrchen (rot), keine besondere Behandlung.
Durchführung:
Patient nüchtern, Blutabnahme für die basale HGH-Bestimmung morgens (08.00h-10.00h), dann Patient innerhalb von 5 Minuten eine Lösung von 75 g Glukose in 300 ml Wasser trinken lassen, weitere Blutabnahmen erfolgen 15, 30, 45, 60, 75 und 90 Minuten nach Glukose-Gabe, genaue Beschriftung der Röhrchen. Anforderung über EDV (unter Bemerkungen Art des Funktionstests angeben), exakte Etikettierung der Probenröhrchen.
Labor:
B&S - Zentrallabor
Bestimmungsmethode:
Siehe Einzelbestimmung.
Referenzbereich:
HGH nach Glukose-Belastung < 1 ug/l
Bewertung:
Die basalen Konzentrationen von HGH und IGF1 sind bei Akromegalie erhöht. Der Verdacht wird bestätigt, wenn bei einem OGTT nicht innerhalb von 30-120 Minuten die HGH-Konzentration auf < 1 ug/l fällt bei gleichzeitig erhöhter IGF1-Konzentration. Gelegentlich bereitet eine partielle Supression (HGH-Konzentration 1-2 ug/l) Schwierigkeiten. In diesen Fällen kann zusätzlich der intravenöse Somatostatin Analoga-Suppressionstest durchgeführt werden. Für eine Akromegalie spricht dann ein Anstieg der HGH-Sekretion um mindestens 100% auf mehr als 5 ug/l. Beim eigentlichen OGGT kommt es in ca. 20 % der Akromegalen es zu einem paradoxen Anstieg von HGH.

