B&S Zentrallabor

Seilerstätten Labor GmbH
Seilerstätte 4, 4010 Linz
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HGH (OGTT-SUPPRESSIONSTEST)

Laborinterne Kurzbezeichnung:
HGHSUP (HGH0+HGH15+HGH30+HGH45+HGH60+HGH75+HGH90)

Laborinterne Funktionsgruppe:
Funktionstests

Notfallparameter:
Nein (Anforderung werktags 7:00-15:00 Uhr möglich).

Allgemein:
Suppressionstest. Die Akromegalie ist eine seltene endokrine Erkrankung, die auf einer vermehrten Sekretion von HGH beruht, meist bedingt durch ein Makroadenomder Adenohypophyse. Gewöhnlich beginnt die Tumorentwicklung schon 10-20 Jahre vor der klinischen Präsentation. Klinisch auffällig ist das akrale Wachstum, das aber aufgrund seiner langsamen Progression lange Zeit unentdeckt bleiben kann. Bei V.a. Akromegalie ist die basale HGH-Konzentration erhöht, die Vermutungsdiagnose muß aber durch den OGGT bestätigt werden. Nach Glukoseaufnahme fällt HGH beiNormalpersonen oft auf nicht mehr bestimmbare Werte, meistens unter 1 %0xb5g/l, innerhalb der ersten 60 Minuten des Anstiegs der Blutglukose. Mit dem Abfall des Blutzuckers steigt HGH dann wieder an. Diese vollständige Supression der HGH-Konzentration fehlt bei Akromegalen.

Indikation:
V.a. HGH-Überproduktion Akromegalie

Messparameter:
Serum-HGH basal sowie nach Glukose-Belastung.

Untersuchungsmaterial:
7x1 Serumröhrchen (rot), keine besondere Behandlung.

Durchführung:
Patient nüchtern, Blutabnahme für die basale HGH-Bestimmung morgens (08.00h-10.00h), dann Patient innerhalb von 5 Minuten eine Lösung von 75 g Glukose in 300 ml Wasser trinken lassen, weitere Blutabnahmen erfolgen 15, 30, 45, 60, 75 und 90 Minuten nach Glukose-Gabe, genaue Beschriftung der Röhrchen. Anforderung über EDV (unter Bemerkungen Art des Funktionstests angeben), exakte Etikettierung der Probenröhrchen.

Labor:
B&S - Zentrallabor

Bestimmungsmethode:
Siehe Einzelbestimmung.

Referenzbereich:
HGH nach Glukose-Belastung < 1 ug/l

Bewertung:
Die basalen Konzentrationen von HGH und IGF1 sind bei Akromegalie erhöht. Der Verdacht wird bestätigt, wenn bei einem OGTT nicht innerhalb von 30-120 Minuten die HGH-Konzentration auf < 1 ug/l fällt bei gleichzeitig erhöhter IGF1-Konzentration. Gelegentlich bereitet eine partielle Supression (HGH-Konzentration 1-2 ug/l) Schwierigkeiten. In diesen Fällen kann zusätzlich der intravenöse Somatostatin Analoga-Suppressionstest durchgeführt werden. Für eine Akromegalie spricht dann ein Anstieg der HGH-Sekretion um mindestens 100% auf mehr als 5 ug/l. Beim eigentlichen OGGT kommt es in ca. 20 % der Akromegalen es zu einem paradoxen Anstieg von HGH.